Eine Reise wert: Bella Venezia

Eine Reise wert...

Ciao amici pngZu Ehren meines 25. Geburtstages wollte ich dieses Jahr eine der folgenden Städte besuchen: Lissabon, Venedig oder Prag. Da wir nur eine Woche zum Planen hatten, wurde es Venedig.

Wir buchten uns das Hotel Michelangelo in der ersten Stadt auf dem Festland „Mestre“. Dort kosten Hotelzimmer nur rund ein Drittel der Hotels auf der Insel Venedig selbst. Das Doppelzimmer hat uns 70€ pro Nacht inkl. Frühstück gekostet. Das Hotel Michelangelo an sich hat einen guten Standart, der einige Jahrzehnte zuvor wohl sehr gehoben war. Seitdem wurde nicht mehr viel renoviert, alte Teppiche, schwere dunkle Vorhänge, dunkle massive Möbel runden das Bild eines High-Class Hotels aus den 70er Jahren ab. Was man dem Hotel sehr positiv zugute halten kann ist die Sauberkeit. Daran hat es uns keinesfalls gefehlt. Die Einrichtung mag veraltet sein aber sauber ist es gewesen.


Mit Easyjet sind wir zum Flughafen San Marco geflogen und zahlten p/P. etwa 150€ Hin-und Rückflug. Da das alles sehr spontan war, empfanden wir die Preise als sehr human. Vom Flughafen fährt ein Reisebus Richtung Mestre, der gute 20min braucht und etwa 6€ p/P gekostet hat.

Das Hotel lag sehr zentral für Festland-Verhältnisse. Der öffentliche Verkehr hat uns binnen 10 Minuten auf die Insel gefahren und kostete bei jeder Fahrt einen anderen Preis, daher kann ich euch nicht genau sagen, was man da zahlt. Zwischen 1,60€ und 3,00 pro Person in etwa. Mein gebrochenes Italienisch hat uns immer verschiedene Preise beschert.

Direkt nach Ankunft im Hotel haben wir uns schon auf den Weg auf die Insel gemacht. Mit dem Bus fuhren wir blind bis zur Endstation und befanden uns unmittelbar im Touristenviertel.

Dieser Blick bot sich uns. Zu Fuß erkundeten wir den Rest des Tages den folgenden Teil von Venedig, den ich für einen der schönsten Teile Venedigs halte:

Venezia

Die Wege sind wir nicht 1:1 gelaufen… wer weiß schon noch genau, wo er so hergeht in Venedig… Durch Zufall sind wir im Bereich der „Università Ca‘ Foscari di Venezia“ gelandet, wo es uns so unfassbar gut gefallen hat, dass es uns noch weitere zwei Male dort hin gezogen hat. Dort entflieht man dem Tourismus auf geschickte Art und Weise, der ‚Spritz‘ kostet 1,50€ und man hat einen tollen Blick auf den Kanal:

Dort hatten wir uns zum Snack in einem kleinen Café am Kanal niedergelassen (siehe oben) und uns ein paar Crostini und zum Nachtisch das Tiramisu gegönnt, dazu gab es das Meistgetrunkene Getränk an diesem Wochenende: Aperol Spritz. Schmeckt in Italien am besten! Am Preis des Aperols lässt sich übrigens hervorragend erkennen, ob man sich gerade in einer touristischen Gegend befindet. Da bewegt sich der Preis vom 6,00€ Glas bis zu 1,50€ Studentenpreis in meiner Lieblingsgegend.

Nach einer kleinen Stärkung haben wir noch einen Wein in einer Bar eingenommen, die kaum Sitzgelegenheiten hatte, sondern draußen auf einem Boot Platz nahmen (siehe Foto oben rechts).

Nach einem langen Tag überkam uns der Hunger und wir fanden nach einigem Suchen die Pizzaria „Fratelli la Buffula“ in Mestre, bei der wir uns eine Pizza Diavola zum Mitnehmen bestellten und sie auf dem Marktplatz in Mestre bei 25Grad aßen. Wir waren ende April dort und es war unsäglich heiß.

Wir ließen den Abend dann ruhig in Mestre in einer Weinbar ausklingen und gingen früh schlafen, da wir den morgigen Tag nutzen wollten.

Nach einem Frühstück im Hotel, das durchaus genießbar war (dafür, dass Italiener weniger begeisterte Frühstücker sind), schwangen wir uns enthusiastisch in den Bus auf die Insel.

Diesmal liefen wir in andere Gefilde, begannen den Tag mit einer Fahrt auf dem Vaporetto, der uns für 7,- p/P durch die Kanäle fuhr:

venezia2

Auf der Fahrt hat man einen schönen Blick auf Venedig vom Wasser aus und es ist wirklich bezahlbar im Vergleich zu anderen touristischen Angeboten.  Hier ein paar Eindrücke vom Boot:

Ausgestiegen sind wir dann am San Marco Platz, wo ich in meinen persönlichen Albtraum eintrat: Menschenmassen, Massentourismus. Nur kurz hielten wir es hier aus:

Das positive an Venedigs kleinen Gassen ist, dass man in ihnen schnell vor Touristenmassen fliehen kann. Und da entdeckt man so viele kleine süße Nischen und geheime Plätze

Hier ein paar der 398 Brücken Venedigs:

Am Abend des zweiten Tages hatten wir in der wohl besten Trattoria einen Tisch reservieren lassen. Die Trattoria Da’a Marisa liegt durch Zufall in unserem Lieblingsstadtteil und hat keine Speisekarte. Man bucht ein Menu, bei dem man vorher erfährt, ob es Fisch oder Fleisch geben wird. Wir hatten Fisch. Insgesamt hat das Menü 70€ für zwei Personen gekostet inklusive 3 Gänge und Wein und Wasser en Masse. Unbedingt einen Tisch reservieren!

1. Gang: Vorspeisenvariation bestehend aus kleinen Oktopussen in Tomatensud, Polenta, Frittierte Tintenfischringe, Scampis und Fisch, Stockfischsalat und überbackene Miesmuscheln.

2. Gang: Kabeljau-Lasagne

3. Gang: Das Dessert war leider viel zu süß aber das ist ja Geschmacksache. Es war eine Art Crème, dazu wurden Amarettini und Cantucini gereicht. Der Espresso hingegen war natürlich sehr schmackhaft.

Ich möchte jedem diese kleine Trattoria ans Herz legen! Ich habe dort in meinen Geburtstag gefeiert und hatte einen wunder wunderschönen Abend! Reservierungen unter: 041720211 Die Adresse lautet: Cannaregio 652b | Fondamenta di San Giobbe, Veneza, Italia

Nach diesem schönen Abend mit viel leckerem Wein und tollem Essen nahmen wir den Bus zum Hotel und stießen um zwölf mit einer Flasche Prosecco von der Hotelbar im Hotelzimmer an.

Meinen Geburtstag feierten wir dann am Folgetag noch in Italien mit folgenden „Kuchen“:

Ich hoffe, ich habe euch ein bisschen mehr Lust auf Venedig machen können und freue mich auf Feedback

Bis dahin,

Ciao Stella png

Das Hotel:    http://www.hotelmichelangelo.net/#sale-riunioni

Die Pizzaria: http://www.fratellilabufala.eu

Flüge von Hamburg: http://www.easyjet.com/de/

Vaporetto-Plan von Venedig:

Foto 25.04.14 23 14 54

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3 Gedanken zu “Eine Reise wert: Bella Venezia

  1. Schöner Bericht und tolle Bilder.
    Ich persönlich fand das touristische Venedig grässlich. Viel zu voll, viel zu dreckig, viel zu sehr auf Konsum getrimmt. Gott sei Dank habe ich mich in den vielen kleinen Gässchen ziemlich doll verlaufen und konnte so abseits der touristischen Pfade ein kleines bisschen echtes Venedig sehen. Mitgenommen habe ich tolle Bilder und Erinnerungen, aber einen zweiten Besuch wird es definitiv nicht geben. Wobei ich mich von dem tollen Überraschungsmenü doch locken lassen könnte 😀
    Beste Grüße!

    Gefällt 1 Person

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